Urlaub mit Hund

by Hundetrainer
2 Minuten

Der Urlaub mit Hund kann wunderbar sein – mit der richtigen Vorbereitung. Damit die Reise für alle entspannt wird, sollten Sie einige Dinge beachten.

1. Reiseziel und Unterkunft

  • Hundefreundliche Unterkunft suchen: Achten Sie bei der Buchung auf die Ausstattung: eingezäunter Garten, Fliesenboden (leichter zu reinigen), keine Teppiche, Wassernapf und Hundebett vor Ort.
  • Reisezeit wählen: Reisen Sie außerhalb der Hauptferienzeit, wenn möglich. Dann sind Strände und Ausflugsziele weniger überlaufen und stressiger für den Hund.
  • Tierarzt in der Nähe: Informieren Sie sich vorab über einen Tierarzt am Urlaubsort – für den Notfall.
  • Einreisebestimmungen prüfen: Bei Reisen ins Ausland benötigen Sie einen gültigen EU-Heimtierausweis, Mikrochip und Tollwutimpfung. Für viele Länder ist zusätzlich eine Auffrischung gegen Zecken, Mücken (Leishmaniose) oder Mittelmeerkrankheiten nötig.

2. Die richtige Vorbereitung

  • Eingewöhnung: Gewöhnen Sie Ihren Hund vor der Reise an die Transportbox oder das Geschirr im Auto. Machen Sie kurze Probefahrten.
  • Reiseapotheke: Packen Sie Verbandsmaterial, Desinfektionsmittel, Zeckenzange, Durchfallmittel und ein beruhigendes Pflegemittel (z.B. Bachblüten oder Kräutertropfen) ein.
  • Gewohnte Gegenstände: Nehmen Sie das vertraute Hundebett, die Lieblingsdecke und das gewohnte Futter mit. Vertrautes reduziert Stress.
  • Kennzeichnung: Prüfen Sie, ob die Haftpflichtversicherung auch im Urlaubsland gilt und bringen Sie den Impfausweis mit.

3. Unterwegs – so klappt die Anreise

  • Sicherung im Auto: Der Hund muss immer gesichert sein – entweder in einer stabilen Transportbox im Kofferraum oder mit einem geprüften Hundegeschirr auf der Rückbank. Ein ungesicherter Hund ist bei einem Unfall eine enorme Gefahr für alle Insassen.
  • Regelmäßige Pausen: Alle 2-3 Stunden eine Pause einlegen. Der Hund sollte die Möglichkeit haben, sich zu lösen und etwas zu trinken. Lassen Sie ihn nie bei großer Hitze im Auto.
  • Nicht füttern vor der Fahrt: Füttern Sie Ihren Hund etwa 3-4 Stunden vor Abfahrt leicht, um Reiseübelkeit zu vermeiden. Bei sehr empfindlichen Hunden helfen geriebene Äpfel oder Fencheltee.
  • Reiseübelkeit: Bei starker Übelkeit fragen Sie Ihren Tierarzt nach geeigneten Medikamenten. Bauen Sie positive Verknüpfungen: Leckerli nur bei ruhigem Verhalten im Auto.

4. Aktivitäten im Urlaub

  • Wassergewöhnung: Nicht jeder Hund liebt Wasser. Zwingen Sie ihn nicht. Besser: Spielerisch am flachen Ufer beginnen.
  • Wanderungen: Planen Sie Touren, die für Ihren Hund machbar sind. Achten Sie auf heiße Böden (Pfotenverbrennungen!) und nehmen Sie ausreichend Wasser mit.
  • Hundestrände: Viele Orte haben ausgewiesene Hundestrände. Informieren Sie sich vorab über Leinenpflicht und saisonale Einschränkungen.
  • Hitze vermeiden: Unternehmen Sie Ausflüge in den Morgen- oder Abendstunden und suchen Sie schattige Wege.

5. Nach dem Urlaub

Viele Hunde brauchen nach dem Urlaub ein bis zwei Tage, um wieder in den Alltag zu finden. Planen Sie nach der Rückkehr einen ruhigen Tag ein, an dem Sie und Ihr Hund entspannen können.

Fazit: Mit guter Planung wird der Urlaub mit Hund zu einer bereichernden Erfahrung. Hören Sie auf die Bedürfnisse Ihres Hundes, erwarten Sie nicht zu viel und genießen Sie die gemeinsame Zeit.