Ernährung für Hunde

by Hundetrainer
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Die richtige Ernährung ist die Grundlage für ein langes, gesundes Hundeleben. Doch was braucht Ihr Hund wirklich?

1. Die wichtigsten Nährstoffe

  • Proteine: Hochwertiges tierisches Eiweiß (Fleisch, Fisch, Eier) ist essenziell für Muskeln und Zellen. Achten Sie auf einen Fleischanteil von mindestens 60-70%.
  • Fette: Liefern Energie und unterstützen Haut und Fell. Gesunde Quellen sind Lachsöl, Geflügelfett oder Leinöl.
  • Kohlenhydrate: Nicht zwingend nötig, aber als Ballaststoffquelle wertvoll. Gut verträglich sind Süßkartoffeln, Karotten oder Haferflocken.
  • Vitamine und Mineralstoffe: Wichtig für Knochen, Immunsystem und Stoffwechsel. Ein gut zusammengesetztes Futter deckt den Bedarf in der Regel ab.

2. Nassfutter, Trockenfutter oder Barf?

  • Nassfutter: Hoher Feuchtigkeitsgehalt (ca. 80%), nah an der natürlichen Nahrung, gut für Hunde die wenig trinken. Meist teurer und kürzer haltbar.
  • Trockenfutter: Praktisch, lange haltbar, gut für die Zahnmechanik. Achten Sie auf einen hohen Fleischanteil und keine künstlichen Zusätze.
  • Barf (biologisch artgerechte Rohfütterung): Fütterung von rohem Fleisch, Innereien, Knochen und Gemüse. Erfordert fundiertes Wissen zur Nährstoffzusammensetzung. Lassen Sie sich hier von einem Ernährungsberater unterstützen.
  • Selbstkochen: Gute Alternative zum Barf. Ermöglicht volle Kontrolle über die Inhaltsstoffe, aber auch hier ist eine ausgewogene Rezeptur entscheidend.

3. Häufige Fehler bei der Fütterung

  • Zu viele Leckerlis: Leckerlis sollten maximal 10% der täglichen Kalorien ausmachen. Zählen Sie sie zur Tagesration dazu.
  • Futterumstellung zu abrupt: Wechseln Sie das Futter über 5-7 Tage, indem Sie den Anteil des neuen Futters täglich erhöhen. Sonst drohen Durchfall und Unverträglichkeiten.
  • Tischreste: Gewürztes Essen, Zwiebeln, Knoblauch, Schokolade und Weintrauben sind giftig für Hunde. Auch zu viel Fett kann eine Bauchspeicheldrüsenentzündung auslösen.
  • Überfütterung: Viele Hunde sind übergewichtig. Halten Sie sich an die Fütterungsempfehlung auf der Verpackung und passen Sie die Menge an Bewegung und Alter an.

4. Woran erkenne ich gutes Hundefutter?

  • Hoher Fleischanteil: Fleisch sollte an erster Stelle der Zutatenliste stehen (z. B. "Huhn 40%").
  • Keine künstlichen Zusätze: Verzichten Sie auf künstliche Farb-, Geschmacks- und Konservierungsstoffe.
  • Klare Deklaration: "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" ist vage. Besser: "Hühnerfleisch, Rinderherz, Hühnerleber".
  • Für die Lebensphase geeignet: Welpenfutter hat einen anderen Nährstoffbedarf als Seniorenfutter.

5. Getreide im Hundefutter – ja oder nein?

Getreide ist nicht grundsätzlich schlecht. Viele Hunde vertragen Hafer, Reis oder Dinkel sehr gut. Glutenhaltiges Getreide wie Weizen kann bei empfindlichen Hunden Probleme bereiten. Wenn Ihr Hund Getreide gut verträgt, spricht nichts gegen einen moderaten Anteil. Bei Unsicherheiten oder Allergien greifen Sie zu getreidefreiem Futter.

6. Wann sollte ich einen Ernährungsberater hinzuziehen?

  • Bei der Umstellung auf Barf oder Selbstkochen
  • Bei Futtermittelallergien oder Unverträglichkeiten
  • Bei chronischen Erkrankungen (Nieren, Leber, Bauchspeicheldrüse)
  • Bei starkem Über- oder Untergewicht
  • Im Welpen- oder Seniorenalter

Fazit: Eine ausgewogene, hochwertige Ernährung ist das A und O. Achten Sie auf die Zutaten, beobachten Sie Ihren Hund und scheuen Sie sich nicht, bei Unsicherheiten professionellen Rat einzuholen. Ihr Hund wird es Ihnen mit Vitalität und einem glänzenden Fell danken.